Hier findet ihr alle wichtigen Informationen zur Kuh

Allgemeine Informationen zur Kuh

Die Familie der Rinder ist folgendermaßen aufgebaut:

Kuh: Weibliches Rind
Stier: Männliches Rind
Kalb: Kind

Der Vorfahre der Hauskuh ist der Auerochse auch Ur genannt. Er war ein großes stämmiges Rind mit geschwungenen Hörnern.
Durch viele Züchtungen hat sich sein Aussehen allmählich verändert.
Früher wurde das Rind als Zug - und Arbeitstier und als Lieferant von Fleisch und Milch genutzt. Heute ist das Rind kein Lasttier mehr.
Heute werden viele Rinder nicht mehr auf der Weide sondern das ganze Jahr über in Ställen gehalten. Das Melken erfolgt mit der Melkmaschine.
Der Kot fällt durch Gitterroste und wird automatisch entfernt. Die Zusammensetzung des hochwertigen Kraftfutters wird vom Computer bestimmt.
Oft werden Hörner entfernt, damit die Tiere nicht mehr miteinander kämpfen und sich dabei verletzen können.
Früher wurde eine Kuh ungefähr 15 bis 20 Jahre alt. Heute wird sie nach zirka 5 1/2 Jahren geschlachtet.
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Rinder sind Wiederkäuer:
Eine Kuh frisst jeden Tag etwa 70 Kilogramm frisches Gras. Dazu kommen 50 - 100 Liter Wasser und etwas Salz. Nachdem sie das Gras mit ihrer rauen Zunge abgerupft haben, schlucken sie es und der Grasbrei wandert in den 1. Magen. Nach etwa 30 Minuten kommt der Brei wieder zurück ins Maul, wird nochmals gründlich durchgekaut und hinuntergeschluckt. Nun wandert der Grasbrei immer fleißig hin und her, bis er im 4. Magen ganz klein angekommen ist. Ein Rind hat vier Mägen: Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen. Insgesamt fassen die vier Mägen ungefähr 110 - 230 Liter Flüssigkeit oder Nahrung. jetzt HTML lernen
Im Pansen leben viele Milliarden Bakterien. Sie helfen mit die Nahrung zu zersetzen. Nach einiger Zeit gelangt der Speisebrei in den Netzmagen. Dort wird er zu kleinen Ballen geformt und dann durch die Speiseröhre wieder ins Maul zurückbefördert. Jetzt wird die Nahrung nochmals kräftig mit Speichel vermischt und ausgiebig gekaut. Wiederkäuen nennt man diesen Vorgang. Dazu legt sich das Rind meist nieder. Beim Schlucken gelangt der Speisebrei über die Schlundrinne in den Blättermagen. Hier wird ihm vor allem Wasser entzogen. Erst im letzten Magenabschnitt, dem Labmagen erfolgt schließlich die Verdauung. Milch entsteht im Euter der Kuh. Die Kuh gehört zu den Pflanzenfressern. Das heißt sie frisst alle Arten von Gras. Schädlich sind aber Brot und Speiseabfälle.


Interessantes
  • Eine Kuh gibt durchschnittlich 5750 Kilogramm Milch pro Jahr.
  • Jede Kuh versorgt durchschnittlich 17 Bürger pro Jahr.
  • Eine Kuh gibt täglich zirka 16 Liter Milch:
  • Daraus werden 3 Päckchen Butter oder 3 Kilogramm Käse oder 16 Kilogramm Naturjogurt.


  • Die Geburt eines Kalb´s

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    1.) Die Kuh Selma ist vor ca. 285 Tagen (9 Monate + 9 Tage) vom Zuchtbullen Heiko gedeckt worden und trächtig geworden. 8 Wochen steht Selma nun trocken, das heißt, sie wird nicht mehr gemolken um sich zu erholen und auf die Geburt vorzubereiten. Seit einigen Stunden fließt zäher glasiger Schleim aus ihrer Schamspalte und die Beckenbänder sind eingefallen. Selma ist unruhig, legt sich wiederholt nieder und auf. Die Eröffnungswehen setzen ein und die Wasserblase (auch Frucht- oder Schleimblase genannt) kommt zum Vorschein.


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    2.) 20 Minuten später setzen bei Kuh Selma die Presswehen (Austreibungswehen) ein. Sie dauern je ca. 1-2 Minuten gefolgt von etwa 2 Minuten Pause. Die Vorderbeine vom Kalb sind schon zu sehen.


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    3.) Die Wasserblase platzt nach weiteren 10 Minuten, das Maul des Kalbes ist zu erkennen.


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    4.) Nach der nächsten Wehe kommt der Kopf zum Vorschein.


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    5) Alles geht nun sehr schnell, in einem Zuge "flutscht" das Kalb der Länge nach ins Stroh ...


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    6.) ... und die Nabelschnur reißt ab


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    7.) Selma steht schnell auf, um ihr Neugeborenes abzulecken.


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    8.) Das Kalb schüttelt sich einmal kräftig, und schon kann es richtig liegen. Kuhmutter Selma massiert und säubert es noch weiter.


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    9.) Ein kleines Kuhkalb (Kuhkalb = weiblich) mit ca. 40 kg Gewicht hat Selma zur Welt gebracht. In etwa 30 Minuten wird es die ersten Geh-Versuche machen. In voraussichtlich 30 Monaten wird "Sigrun" selber Mutter werden. ...

    Das Hausrind

    Das Hausrind oder schlicht Rind (Bos primigenius taurus) ist eine große Tierart.
    Es wurde zunächst wegen seines Fleisches, später auch wegen seiner Milch und Leistung als Zugtier domestiziert.
    Die bisher angenommene Abstammung vom Europäischen Auerochsen (Bos primigenius primigenius) wird von der Genforschung bestritten.
    Heute geht man davon aus, dass die heutigen Hausrinder (taurine oder echte Hausrinder) ursprünglich aus Anatolien und dem Nahen Osten stammen, wo eine andere Form des Auerochsen vorkam.
    Die Domestikation zum Hausrind erfolgte bereits vor dem 9. Jahrtausend v. Chr. Als Beleg gilt, dass ab 8300 v. Chr. Rinder zusammen mit Ackerbauern auf das bis dahin rinderlose Zypern gelangten. Die Zebus oder Buckelrinder wurden vermutlich aus einer weiteren Form des Auerochsen, dem Indischen Auerochsen (Bos primigenius namadicus) gezüchtet. Seitdem hat der Mensch eine Anzahl unterschiedlicher Rinderrassen gezüchtet, in die teilweise auch Wildrinder (etwa der amerikanische Bison beim Beefalo) eingekreuzt wurden. Vor allem in Asien sind weitere Tiere domestiziert worden, die von anderen Arten abstammen, so das Balirind (Bos javanicus f. domestica) aus dem Banteng (Bos javanicus), das Gayal (Stirnrind) (Bos gaurus f. frontalis) aus dem Gaur (Bos gaurus), das Hausyak (Bos mutus f. grunniens) aus dem Wildyak (Bos mutus) und der im Gegensatz zu den eigentlichen Rindern der Gattung Bos zur Gattung Bubalus zählende Hausbüffel (Bubalus bubalis f. bubalis) aus dem Wasserbüffel (Bubalus bubalis f. arnee). Die Zebus oder Buckelrinder stammen von einer besonderen Unterart des Auerochsen oder sogar von einer völlig anderen wilden Rinderart ab und sind damit nur bedingt als Hausrinder im engeren Sinne zu bezeichnen.